Weiterbildung: Hypnosystemisches Coaching Compact

Coaching Werkzeuge zur Konfliktlösung

Leitung der Weiterbildung: Dr. Wolf-Peter Kächelen

Konflikte als Motor der persönlichen Entwicklung

Alle begleitend tätigen Coaches, Berater oder Therapeuten kommen während ihrer Tätigkeit früher oder später zwangsläufig in Kontakt mit den tiefen inneren Konflikten ihrer Klienten und Patienten, die sich meist in äußeren Konflikten am Arbeitsplatz, in der Paar-Beziehungen oder in der Familie widerspiegeln. Die daraus resultierende Not und die gleichzeitige Sehnsucht nach Befreiung der im Konflikt gebundenen Kraft ist der Motor, der diese Menschen nach Begleitung suchen lässt.

Dabei spielt die Ambivalenz, die einem Konflikt innewohnt, gerade für hochsensible Menschen eine entscheidende Rolle. Ein ungelöster Konflikt führt zu Kraftverlust bis zur Erkrankung, während sich im bewussten Umgang damit ein Wachstumsweg zu persönlicher Reife und dem Empfinden von Sinnhaftigkeit und Selbstverbindung öffnen kann.

Die wichtigsten Lösungsmöglichkeiten für entscheidende Lebensfragen verbergen sich demnach ausgerechnet im Konflikt – also einem Zustand, den gerade hochsensible Menschen um jeden Preis zu vermeiden suchen.
Folglich ist die Entwicklung von einem Selbstverständnis für die eigene Befindlichkeit in Konfliktsituationen sowie das Erlernen von Instrumentarien für einen reifen Umgang mit Konflikten in unterschiedlichsten Kontexten zentrales Anliegen im gesamten Weiterbildungskonzept von Aurum Cordis.

Im beruflichen Kontext ist die Fähigkeit zur Konfliktlösung entscheidend für den Erfolg und den Erhalt der Leistungsfähigkeit. Weder stete Zurückhaltung (Harmoniebedürfnis) noch eine übermäßige Bereitschaft zu Konflikten (Kampfbereitschaft) sind im Arbeitsumfeld hilfreich. In modernen Unternehmen und Organisationen ist ein gesunder Umgang mit Konflikten quasi Voraussetzung für eine erfolgreiche Karriere.

Im Kontext von Partnerschaft und Familie als einem Umfeld, das gerade Hochsensible als wichtigste Quelle für ihr Angenommensein und Sicherheit empfinden, ist Konflikterleben besonders schmerzhaft. Daher wagen manche hochsensible Menschen nur unter Schwierigkeiten, sich auf tiefe Beziehungen einzulassen. Oft tragen auch die hochsensiblen Kinder über die frühe Erfahrung von Anderssein und Ausgrenzung in Kindergarten und Schule die Konfliktthemen in die Familie.

In jedem Fall sind alle Beteiligten durch Konflikte in ihrer Tiefe berührt und in ihrer inneren Balance gefährdet. Hier spielt hypnosystemische Coachingkompetenz eine große Rolle. Sie schult die Fähigkeit, Konflikte anders zu betrachten, ihnen anders zu begegnen und sie anders lösen zu können. Sie erleichtert damit den gerade für Hochsensible oft belasteten Umgang mit dem „Du”, das ihnen in unterschiedlichsten Lebensbereichen häufig als wenig verständnisvolle Umwelt entgegentritt.

Was macht hypnosystemisches Konfliktcoaching für Hochsensible so besonders?

Es ist zentrales Anliegen des hypnosystemischen Arbeitens, sowohl kognitiv verfügbare Erlebnisbereiche wie auch solche, die intuitiv und unwillkürlich ablaufen, so aufeinander abzustimmen, dass die gebündelte Kraft beider Bereiche das Anliegen des Coachees optimal unterstützt.

In hypnosystemischer Sprache ausgedrückt, befinden sich Menschen in schwierigen Konfliktsituationen, aus denen ihnen kein Ausweg möglich erscheint, in einer sog. „Problemtrance”, der es andere Sichtweisen und neue Erlebniswirklichkeiten entgegen zusetzen gilt. Erst mit der Transformation der „Problemtrance” in eine entsprechende „Lösungstrance”, die als bereichernd, sinnerfüllend, zieldienlich, aktivierend und kompetent erlebt wird, kann nachhaltiges Konfliktcoaching gelingen. Der Begründer der hypnosystemischen Arbeit, Dr. Gunther Schmidt, hat für diese Art der Begleitung den Terminus „Cognintuitions - Coaching” geprägt – ein Vermählen der Begriffe Kognition und Intuition. Schon der Name beschreibt die Bedeutung dieses Ansatzes gerade für die Arbeit mit hochsensiblen Menschen.

Auf diese Weise verbinden sich kognitive Kompetenz und Wahrnehmungskompetenz in einzigartiger Art und Weise zu einem herausragenden und kraftvollen Alleinstellungsmerkmal des hochsensiblen Coaches:

Der Grenzbereich zwischen inneren und äußeren Entscheidungsparametern, dessen Signale der Hochsensible empfängt, und die sich doch so häufig jeder Versprachlichung entziehen, erhält die Möglichkeit, sich auszudrücken.

Dieser Gewinn ist gerade für den wichtigen und umfangreichen Bereich von Beziehungsgestaltung in jeglichem Situationszusammenhang von entscheidender Bedeutung!

Referent Dr. Kächelen zum Anliegen des hypnosystemischen Coachings:

„Der hypno-systemische Ansatz wurde in den vergangenen 40 Jahren von Gunther Schmidt sowohl für die Therapie als auch für Beratung und Coaching entwickelt. Bei diesem Ansatz handelt es sich um eine Integration hypnotherapeutischer (Milton Erickson) und systemischer Konzepte und Instrumente, daher die Bezeichnung hypnosystemisch. Im Unterschied zum systemischen Ansatz, der überwiegend auf Kommunikation und Verhalten fokussiert, berücksichtigt der hypnosystemische Ansatz in viel stärkerem Maße auch innere Erlebnisprozesse.

Aus hypnosystemischer Sicht sind alle Phänomene ausschließlich aus ihren Sinnzusammenhang (Kontext) heraus verstehbar. Gerade auch als problematisch erlebte bzw. Leid(en) verursachende; Verdinglichungen und Pathologiesierungen sind aus hypnosystemischer Sicht, vorsichtig formuliert, verkürzte und damit nicht zieldienliche Sichtweisen oder Beschreibungen. Des Weiteren sind aus hypnosystemischer Sicht Symptome, Leidensdrücke, problematisch erlebte Zustände Ausdruck unbewusster bzw. unwillkürlicher Erlebnisprozesse (Problemtrance), die bewusst bzw. willkürlich i.d.R. kaum beeinflussbar sind. Im Gegenteil, je mehr die Problemtrancen bekämpft werden, desto intensiver (stärker) werden sie.”

Das AURUM CORDIS Weiterbildungskonzept

Damit knüpft die hypnosystemische Weiterbildung nahtlos an den Integralen Gesundheitscoach (IGC) an, dem Herzstück der AURUM CORDIS Weiterbildungen. Während es in der Weiterbildung zum „Integralen Gesundheitscoach” um die Auflösung des tiefsten inneren Wertekonflikts geht und damit eine höhere Übereinstimmung mit sich selbst als Quelle von Gesundheit zu finden ist, ist die Weiterbildung „Hypnosystemisches Coaching Compact” dazu konzipiert, mit einem daraus abgestimmten Methodenrepertoire Konfliktlösungen im Beziehungsgefüge äußerer Systeme zu bewirken. Dabei wird die hochsensible Wahrnehmung zu jeder Zeit in den Mittelpunkt gestellt und neue lebensweltliche Perspektiven können sich eröffnen.


Zentraler Nutzen der Weiterbildung „Hypnosystemisches Coaching Compact”:

  • Werkzeuge und Methodenkompetenz zu nachhaltigem Konfliktcoaching
  • Erweiterte Kompetenz in Grenzverhandlungen und Beziehungsgestaltung
  • Werkzeuge zur Verbesserung von Argumentationsfähigkeit in schwierigen Situationen
  • Verbesserte Ausdrucksfähigkeit für Signale „aus der Zukunft”
  • Wissen aus dem renommierten und etablierten hypnosystemischen Coachingansatz
  • Kompetenz für die Transformation von mit hohem Leidensdruck besetzten „Problemtrancen” in bereichernde und sinnerfüllende Erlebnisweisen („Lösungstrancen”)
  • Steigerung des Potenzials von Coaching als co-kreativen Prozess zur Entfaltung von Selbsthilfe-Kompetenz
  • Optimale Abstimmung von Kommunikation und Interaktion sowohl im Coaching-Prozess als auch im Umgang mit Konflikten
  • Stärkung der Lösungskompetenz für äußere Konflikte mit Mitmenschen in unterschiedlichen Lebensbereichen
  • Stärkung der persönlichen Kraft, Konflikte aushalten zu können.

Die Termine der einzelnen Module sowie den Preis der Weiterbildung finden Sie hier: Weiterbildung Hypnosystemisches Coaching Compact

Haltung des Weiterbildungsleiters

Die Arbeit findet in einem offenen Vertrauensraum statt. Der Referent achtet auf einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander. Er betrachtet die Wahrheit jedes Teilnehmers als ebenso relativ und wirksam wie die eigene. Daher gibt es für ihn auch keine Wertung von richtig oder falsch. Er begegnet den Teilnehmern stets auf Augenhöhe. Äußerungen aus deren Wahrnehmung wertschätzt der Seminarleiter als einen Einblick in die Sichtweise der Teilnehmer, aus der heraus ihre Realität entsteht.

Autor: Jutta Böttcher © 2018