UNTERNEHMEN - HOCHSENSIBILITÄT IN DER ARBEITSWELT

Was hochsensible Fach- und Führungskräfte heute unentbehrlich macht

Gehirnforschungen belegen, dass ca. 15 – 20 Prozent der Menschen eine höhere Erregbarkeit und Aktivität jener Regionen des Gehirns aufweisen, die für die Sinnes- und Informationsverarbeitung maßgeblich sind. In der Folge nehmen diese Menschen mehr Details und subtile Informationen wahr, haben ein starkes Einfühlungsvermögen und sind in der Lage, die daraus resultierenden Erkenntnisse besonders schnell in Beziehung zu setzen.

Diese vernetzte Wahrnehmung versetzt hochsensible Mitarbeiter und Führungskräfte in die Lage, kreative und sorgfältig durchdachte Strategien bzw. ungewöhnliche und mehrdimensionale Lösungsansätze zu entwerfen. Ihre Fähigkeit, Informationen und Hintergründe äußerst schnell miteinander zu verknüpfen, bewährt sich insbesondere in Krisensituationen. Manchmal kann es aber auch “nur” darum gehen, das Naheliegende bzw. das Essenzielle wieder in den Fokus zu rücken.

Hochsensible Mitarbeiter zeichnen sich in der Regel durch eine überaus hohe fachliche Kompetenz, eine tiefe innere Motivation und eine hohe Leistungsbereitschaft aus. Verbunden mit der Gabe, auch bei spezifischen Problemstellungen automatisch und selbstverständlich das “große Ganze”, den unternehmerischen Gesamtkontext, im Blick zu behalten, werden hochsensible Mitarbeiter zu Generalisten und Spezialistin in Personalunion. Überdies sind sie, aufgrund ihrer überdurchschnittlich hohen sozialen Kompetenz und ihrer großen Empathie-Fähigkeit, für beratende und coachende Funktionen – und damit auch für Führungsaufgaben- besonders geeignet.

Warum es ein neues Verständnis für die Potentiale und Ressourcen der Hochsensiblen braucht

In einem modernen und immer komplexer werdenden Arbeitsumfeld, in dem es längst nicht mehr den einen “Königsweg” gibt, der zur Zielerreichung führt, sind Unternehmen also mehr denn je auf das Potential hochsensibler Leistungsträger, Visionäre und Vielwahrnehmer angewiesen.
Wenn in einem unternehmerischen Kontext das Thema Hochsensibilität zur Sprache kommt, ist die Auseinandersetzung damit jedoch häufig problemorientiert, bzw. es wird nach Lösungen gesucht, die auf der Annahme einer Problemstellung basieren: Hochsensible gelten als weniger belastbar als ihre Kollegen, ausgestattet mit einer überdurchschnittlichen Neigung zur Reizüberflutung und damit einhergehenden Stresserkrankungen. Das Hauptaugenmerk galt daher bislang der Frage, wie sich hochsensible Menschen überhaupt in eine moderne, von Profitstreben, Zeitdruck und Wettbewerb gekennzeichnete Arbeitswelt integrieren lassen, ohne Reibungsverluste zu riskieren.
In Deutschlands bundesweit erstem Kompetenzzentrum für Hochsensibilität arbeiten wir seit vielen Jahren erfolgreich mit Unternehmen zusammen, die entdeckt haben, wie sie “Gesundheit” für ihre hochsensiblen Fach-und Führungskräften aktivieren: Durch die Förderung ihrer besonderen Talente und Fähigkeiten und deren sinnstiftenden Einsatz werden nicht nur Dauerstresserkrankungen nachhaltig abgewehrt, sondern weit darüber hinaus ein Mehrwehrt für das gesamte Unternehmen generiert.

Autor: Jutta Böttcher © 2017