Das hochsensible Kind
In Zusammenarbeit mit Aurum Cordis, Kompetenzzentrum für hochsensible Menschen, bietet die Evangelische Familienbildung Hamburg vier Vorträge zu dem Thema an. Sie sollen Einblicke geben in das noch wenig bekannte Phänomen der Hochsensibilität. Hochsensibilität heißt Leben mit Reizoffenheit. Die Fülle der wahrgenommenen Reize sind ebenso Anlass zu Stressposition, wie zu tiefer und erfüllter Wahrnehmung.
Die Situation des hochsensiblen Kindes in Kindergarten und Kita
Alle Kinder erfahren im Kindergarten soziales Miteinander und erwerben soziale Kompetenzen. Es ist wichtig, im Verbund der Gruppe mal etwas allein zu spielen, frei Spielpartner zu wählen und sich gegenseitig kennen zu lernen- ein weites Feld zur Übung von Beziehungsgestaltung.
Für alle Kinder ist dies Übung und Herausforderung zugleich, für viele hochsensible Kinder jedoch eine ganz besondere Herausforderung. Sie gehen Beziehungen auf eine ganz andere , und manchmal sehr intensive Art und Weise ein. Darum ist es für sie oft viel stimmiger mit nur wenigen Spielpartnern zu spielen und sie brauchen auch immer wieder Raum, die aufgenommenen Reize zu verarbeiten.
Eltern und Erzieher schauen dann häufig besorgt auf die „Einzelgänger“, die in kein Muster zu passen scheinen und dennoch genau so gemeint und richtig sind!
Es ist für alle Beteiligten wichtig, die Unterschiedlichkeit von Kindern als Bereicherung im Blick zu behalten. Nicht immer ist es einfach, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder angemessen zu erfassen und berücksichtigen zu können. Ein strukturierter Tagesablauf, angeleitete Angebote und freies Spiel wollen in einem Gleichgewicht zueinander stehen, das sowohl Sicherheit als auch Raum für eigene Entfaltung bietet. Gerade hochsensible Kinder brauchen in diesem Spannungsfeld besondere Aufmerksamkeit und – wie jedes andere Kind auch- Elemente, die ihnen den Einstieg in dieses Angebot erleichtern und ermöglichen.
Regeln für das tägliche Miteinander müssen gerade für diese Kinder transparent und vor allem sinnvoll und einsichtig sein.
Hochsensible Kinder hinterfragen häufig schon sehr früh die Sinnhaftigkeit und das Verhalten von Erwachsenen. Sie reagieren auf von ihnen wahrgenommene Unstimmigkeiten mit Trauer, Wutanfällen oder Rückzug. Spätestens an dieser Stelle ist das Gespräch und das enge Zusammenwirken von Eltern und Betreuern im Kindergarten oder Kita gefragt. Was also mache ich, wenn..
• Erwachsene und Kinder sich um Umgang mit dieser Temperamentsausprägung überfordert fühlen?
• andere Kinder die „Extrawurst“ ungerecht finden und die problemlose Eingliederung in die Gruppe fordern?
• diese Kinder immer weniger Wertschätzung erfahren und nur noch negativ wahrgenommen werden?
• Eltern sich als wenig oder gar nicht kompetent erleben und sich darum ebenfalls abgelehnt fühlen?
Ausführliche Informationen zu den einzelnen Vorträgen erhalten Sie über die ausliegenden Flyer und unter www.fbs-hamburg.de oder www.aurum-cordis.de

