Integrative Psychologie

Die Integrative Therapie gehört in das Spektrum der humanistischen Therapien, die auf Persönlichkeitsentwicklung und Selbstentfaltung ausgerichtet sind. Ziel dieser Therapiemethoden ist, dass der Mensch sein Leben selbstverantwortlich, so lebendig und stimmig zu sich selbst wie möglich wieder oder neu gestalten kann. Der Berater ist ein dabei Begleiter auf Zeit.

Der Menschen wird in der Intergrativen Therapie als Körper-Seele-Geist-Wesen gesehen, das mit seinem soziales Umfeld in existentieller Ko-Respondenz steht. Dabei ist in der integrativen Therapie der Leib der zentrale Begriff, der Ort, an dem alles Erlebte gespeichert ist. Der erlebte und sich selbst erlebende Körper entwickelt sich von einem archaischen Leibselbst als Säugling zu einem reflektierenden Ich als Kleinkind zu einem lebenslangen Prozess der Intersubjektivität. (Jeder Mensch entwickelt sich sein Leben lang in der fundamentalen Beziehung mit der Welt und seinen Mitmenschen).

Die integrative Therapie geht davon aus, dass vier Wege zu mehr Heil(Ganz)-Werden führen

• Sinnerfahrung und Vermittlung von Einsicht
• Vermittlung von Grundvertrauen durch korrigierende emotionale Erfahrungen
• Erlebnisaktivierung und Persönlichkeitsentfaltung
• Solidaritätserfahrung in Gruppen

In einem therapeutischen Prozess wird gemeinsam - anhand der fünf Säulen der Identität - geschaut, wo zu wenig Zuwendung und Wertschätzung in Leben ist oder war (Defizite), wo der Klient sich mit Schicksalsschlägen hat auseinander setzen müssen (Traumata) oder wo er mit sich und/oder der Umwelt in Konflikten stand oder steht.

Von diesem Status quo entwickelt sich eine therapeutische Begleitung, die von den Bedürfnissen der Klienten geleitet wird. Gemeinsam wird entscheiden, welche Zugänge die Richtigen für die individuelle Entfaltung dieses Klienten sind, mit welchen Methoden und individuellen Zugängen Veränderungen zu mehr Selbstentfaltung möglich ist.